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Gasometer Oberhausen

Der Gasometer Oberhausen ist neben der Zeche Zollverein das Symbol des neuen Ruhrgebiets. Die Aussicht vom Dach des 117,5 Meter hohen Stahlriesen, der sich höchste Ausstellungshalle Europas nennen darf, ist atemberaubend und die Ausstellungen vieler namhafter Künstler sind legendär. 2010 wurde die Ruhr.Infolounge eröffnet, in der sich die Besucher über die kulturellen Geschehnisse im Ruhrgebiet informieren können.


[ruhr-guide] Begriffe, den Gasometer zu beschreiben Der Gasometer Oberhausengibt es viele: Er ist ein Stahlriese, ein Gigant der Industriekultur des Ruhrgebiets, und vor allem ein Gegengewicht zu der direkt angrenzenden Konsumwelt des CentrO. Ein neues Highlight ist der Tree2Tree Hochseilgarten am Gasometer. Darüber hinaus wurde pünktlich zum Kulturhauptstadtjahr 2010 die Ruhr.Infolounge im Gasometer fertig gestellt, die nicht nur über die kulturellen Geschehnisse informiert, sondern auch die Gäste in das Oberhausener Wahrzeichen bittet. Das Design der Ruhr.Infolounge bedient sich vor allem einer schlichten Form und so wurde hier ein weiterer Ort zwischen Komfort, architektonischer Ästhetik und einer optimalen Integration geschaffen.

Als Scheibengasbehälter wurde der heutige Gasometer Oberhausen 1929 errichtet. Auf dem Gas schwamm die noch heute vorhandene, aber inzwischen befestigte Scheibe. Sie allein konnte aber den erforderlichen Gasdruck nicht gewährleisten, also mussten Betongewichte auf der Scheibe lasten. Das Gas wurde von unten eingeblasen und auch wieder entnommen, so dass die Gasdruckscheibe je nach eingelagerter Menge an den Wänden auf und ab glitt. Heute ist die Scheibe auf einer Höhe von 4 Metern befestigt und stellt die Plattform des Gasometers dar.

Ein Ausstellungsort der besonderen Art

Seit 1994 wird der Gasometer Oberhausen als Ausstellungs- und Veranstaltungsort"The Wall" von Christo und Jean Claude genutzt, wobei die erste Ausstellung "Feuer und Flamme" noch thematisch an der Geschichte und Kultur des Ruhrgebiets anknüpfte. Schon die zweite Ausstellung "Ich Phoenix" löste sich hiervon, und präsentierte vierzehn Künstlerinnen und Künstler, die sich intensiv mit dem Innen- und Außenraum des Gasometers auseinandersetzten. Die daraus entstandenen Werke – Bilder, Installationen und Aktionen – lockten in der Saison 1996 mehr als 95.000 Besucher nach Oberhausen. Eher technikverbunden war wiederum die Ausstellung "Der Traum vom Sehen" in den Jahren 1996 und 1997. Doch auch die künstlerischen Aspekte kamen bei dieser Schau rund um das Medium Fernsehen nicht zu kurz. So schwebten vier, wie Globen anmutende Leinwände im Himmel des Gasometers, die wie eine Zappingmaschine dem Besucher sein eigenes Fernsehkonsumverhalten vorführten.

The Wall in Oberhausen

Anlässlich der Abschlusspräsentation der Internationalen "Five Angels for the Millenium" von Bill Violavon Christo und Jean Claude, wobei zum ersten Mal der gesamte Innenraum des Gasometers mit einbezogen wurde. Insgesamt wurden 13.000 Ölfässer zu einer 26 Meter hohen Wand aufgebaut, wodurch ein buntes Mosaik, eine beinahe entmaterialisierte Bildfläche, entstand. Weitaus profaner, aber nicht weniger erfolgreich in Puncto Besucherzahlen, war dagegen die im Jahr 2000 präsentierte Fußballausstellung "Der Ball ist rund". Ein wahres Ausstellungshighlight folgte im Jahr 2003 mit der Installation "Five Angels for the Millennium" des amerikanischen Videokünstlers Bill Viola. Über 136.000 Besucher erlebten, wie sich auf fünf großformatigen Leinwänden das Hauptthema - der Sprung eines Menschen ins Wasser - entwickelte.

Rund um die Welt

Auch im Sommer 2004 gab es eineDer Breitling Orbiter 3 Ballon im Gasometer große Ausstellung im Gasometer Oberhausen. Unter dem Titel "Wind der Hoffnung" war vom 27. Mai bis zum 30. Dezember eine Dokumentation der Non-Stop-Erdumkreisung der Ballonfahrer Bertrand Piccard und Brian Jones im Jahr 1999 zu sehen. Höhepunkt der Ausstellung: Der Breitling Orbiter 3 Ballon, der in voller Größe im Gasometer zu sehen war.

Im Januar 2006 brachte das Theater Oberhausen die Zuschauer im Gasometer zum Staunen: Tankred Dorsts "Parzival" feierte am 13. Januar 2006 Premiere. Bis Ende Januar war die Inszenierung von Johannes Lepper, die durch das Foucaultsche Pendel schon im Vorfeld für Furore sorgt, zu sehen.

"Das Auge des Himmels"

In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. zeigte die Ausstellung "Das Auge des Himmels" die Erde aus der "Perspektive Gottes". Die Schau präsentierte 56 großformatige Farbfotografien, die von"Sternstunden - Wunder des Sonnensystems" Erdbeobachtungssatelliten ursprünglich für wissenschaftliche Zwecke aufgenommen worden waren. Ergebnis war die größte Satellitenbilder- Ausstellung dieser Art in Deutschland. Exponate und Filme aus den Themenbereichen Fernerkundung und Erdgeschichte ergänzten die Fotografien. An einem Terminal mit Großbildleinwand konnten sich die Besucher mit dem Programm "Google Earth" die Welt virtuell erschließen. Rund 375.000 Menschen besuchten "Das Auge des Himmels" im Gasometer Oberhausen, womit die Schau zu den erfolgreichsten in dem ehemaligen Gasbehälter zählt.

Sternstunden - Wunder des Sonnensystems

Vom 2. April 2009 bis zum 30. Dezember 2010 war die große Ausstellung "Sternstunden - Wunder des Sonnensystems" zu sehen, die unter anderem Nachbildungen unseres Sonnensystems und den mit 25 Metern Durchmesser "größten Mond auf Erden" bot.

Magische Orte- Natur und Kulturmonumente der Welt

Der Gasometer in Oberhausen lud seine Besucher vom 8. April 2011 bis zum Oktober 2012 auf eine Reise zu den "Magischen Orten" unsere Erde ein. Karge Wüsten, beeindruckende Gebirge oder verwunschene Gärten waren nur einige der magischen Orte, die im Gasometer in Oberhausen präsentiert wurden.

Die letzte Ausstellung mit dem Titel "Big Air Package" erwartete die Besucher vom 16. März bis zum 30. Dezember 2013. Meister Christo brachte das Publikum einmal mehr zum Staunen, da er im Innenraum des Gasometers die größte freitragende Skulptur der Welt präsentierte.

Gasometer Oberhausen

Am Grafenbusch 90
46047 Oberhausen
Tel: 0208 - 85037-30

Öffnungszeiten:
Aussichtsplattform:
Di – So, 10 bis 18 Uhr

Eintrittspreise:
Erwachsene: 9 EUR
Ermäßigungen: 6 EUR
Familien (2 Erwachsene, bis zu 5 Kinder): 20 EUR
Kombiticket mit der LUDWIGGALERIE Schloss Oberhausen inkl. Christos Entwurfszeichungen des Big Air Package 13 EUR
Kombiticket mit dem LVR Industriemuseum Oberhausen 11 EUR

(Stand: September 2013, Angaben ohne Gewähr)

Anfahrt
PKW: A42 Abfahrt Oberhausen-Zentrum (10), Richtung Zentrum, Schilder Gasometer folgen
VRR: Oberhausen Hbf, Terminal 1, bis Haltestelle "Neue Mitte"

(sl)

Foto 1: Jochen Schlutius
Foto 2-5: Tourismus & Marketing Oberhausen GmbH