Sei dem 28. März läuft die indische Literaturverfilmung „Mitternachtskinder“ in den deutschen Kinos. Eine eindrucksvolle Familiengeschichte, die fest mit dem Schicksal Indiens verflochten ist, wird über mehrere Generationen erzählt.
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Mitternachtskinder
Am 15. August 1947 – am Tag, an dem Indien seine Unabhängigkeit erklärt – werden um Punkt Mitternacht in einem Krankenhaus in Bombay zwei Babys geboren. Doch die Krankenschwester Mary greift in das Schicksal der beiden Kinder ein: beeinflusst durch die revolutionären Überzeugungen ihres Liebhabers Joe („Die Reichen sollen arm sein, die Armen reich!“) vertauscht sie die Jungen Saleem und Shiva. Die Elternhäuser der Jungen könnten nicht unterschiedlicher sein.
Saleem Sinai ist der Sohn einer armen Hindu. Shivas muslimische Familie hingegen ist reich und traditionsbewusst. Fortan leben die Kinder das Leben des anderen.
So wächst Saleem in einer viktorianischen Villa auf. Seine „Ayah“ (Kindermädchen) wird Mary, die Krankenschwester, die ihn mit Shiva vertauscht hat. Als Saleem zehn Jahre alt ist, wendet sich sein Leben erneut auf magische Weise. Die „Mitternachtskinder“ treten in sein Leben. Erst nur ihre Stimmen, dann die anderen Kinder selbst. So lernt er Parvati und Shiva kennen, mit denen er eine besondere Gabe teilt. Wie alle „Mitternachtskinder“ können sie die Gedanken anderer Menschen lesen. Ihre Lebensgeschichte ist stets fest mit der Geschichte Indiens verflochten, die unaufhörlich zwischen Aufbruch und Katastrophe schwankt.
Familienepos über fünf Jahrzehnte
Die Geschichte beginnt 1917 als Indien noch Teil des Britischen Empires ist, als sich
Der Film, an dessen Drehbuch der Buchautor Salman Rushdie selbst mitgewirkt hat, zeichnet ein beeindruckendes Gesellschaftspanorama über mehrere Generationen. Saleems Geschichte wird von der Liebesgeschichte seiner Großeltern bis hin zur Geburt seines eigenen Sohnes erzählt. Dabei sind die Charaktere intim und nuanciert portraitiert.
Fotocredit:
Filmplakat und Szenenbild: © 2013 Concorde Filmverleih GmbH





