Hexen 2.0 - History has left the building - Democracies

Eine Ausstellung dreier international bekannter Künstler lockt kunstbegeisterte Besucher in das Dortmunder U! Bei den Künstlern handelt es sich um niemand geringeres als die Britin Suzanne Treister, den aus Dessau stammenden Francis Hunger und den aus Polen stammenden Artur Zmijewski. Gemeinsam stellen sie ihre Projekte „Hexen 2.0“, „History has left the building“ und „Democracies“ vom 21. April bis zum 22. Juli 2012 im Dortmunder U aus.

Archiv: 27.04.2012 [ruhr-guide] Eines haben alle drei Künstler gemeinsam, auch wenn ihre Ausstellungen in der Art grundverschieden sind:Hexen 2.0 - History has left the building - Democracies Sie wollen wachrütteln und den Besucher zum Nachdenken anregen! Sicherlich bedarf es dafür etwas mehr Zeit, die einzelnen Ausstellungen zu studieren und ihre Zusammenhänge zu verstehen. Am Ende bekommt man dann aber einen Einblick in die vielschichtige Struktur von Gesellschaft und Menschen im Wandel der Zeit und welchen Utopien und Gefahren sie dabei ausgesetzt sind und waren.

Hexen 2.0 von Suzanne Treister

Die gebürtige Londonerin Suzanne Treister, Hexen 2.0 von Suzanne Treisterwidmet sich in ihrer Ausstellung Hexen 2.0 der Geschichte vernetzter digitaler Informationstechnologien, die wir heute zusammengefasst als „Internet“ kennen. Die Wurzeln der Entstehung reichen dabei bis in den Zweiten Weltkrieg zurück und formten sich seit den Zeiten des kalten Krieges langsam und stetig vom „ARPANET“ zu dem Konstrukt „Internet“ wie wir es heute kennen. Suzanne Treister verdeutlicht anhand filigraner Zeichnungen wie Tarot-Karten und Diagrammen die Zusammenhänge dieser sozioökonomischen Verstrickungen und enttarnt die Gefahren, die durch diese „Netzabhängigkeit“ entstehen kann.

History has left the building von Francis Hunger

Der gebürtige Dessauer Francis Hunger thematisiert in seiner Ausstellung die Hoffnungen und Visionen,History has left the building von Francis Hunger die mit den Entwicklungen der Technologien im Sozialismus des 20. Jahrhunderts verbunden waren. Er erinnert an die Opfer des Fortschritts und an die staatlich organisierten Utopien. Durch Videoprojektionen, Hörspiele und Bilder belichtet er diese Entwicklungen genau wie Suzanne Treister mithilfe der Narration, um immer wieder die Grenzen zwischen Fakt und Fiktion verschwimmen zu lassen.

Democracies von Artur Zmijewski

Der in Warschau geborene Artur Zmijewski gehört zu den wohl bekanntesten Künstlern aus Polen. Bekannt geworden ist er durch seine Arbeit mit gesellschaftlichen (Rand)-Gruppen, die das, was die Gesellschaft als „abweichend“ begreift, radikal in Frage stellt. Democracies von Artur ZmijewskiAuch seine jetzige Ausstellung „Democracies“ setzt sich wieder mit der Gesellschaft auseinander. In 20 kurzen Dokumentarvideos stellt Zmijewski politische Willenskundgebungen im öffentlichen Raum nebeneinander ohne sie selbst zu bewerten. Man sieht Menschenmengen, die zu den verschiedensten Anlässen zusammengekommen sind. Aus jedem der 20 Fernseher dringt dazu lautstark der O-Ton der Veranstaltung, der sich im ganzen zu einer nebulösen Kakophonie vermischt. Schnell wird einem klar, dass es in jeder Gesellschaft immer eine Vielzahl an unterschiedlicher Gruppen gibt, deren Meinungen untereinander nicht konform sind und sie trotzdem zum konstruktiven Teil des Ganzen machen.

Hexen 2.0 - History has left the building – Democracies

Öffnungszeiten:
Di + Mi: 11- 18 Uhr
Do + Fr: 11- 20 Uhr
Sa + So: 11- 18 Uhr
Montags geschlossen.
Eintritt: 5 € / 2,50 € ermäßigt
(gültig für alle Ausstellungen des HMKV)

HMKV im Dortmunder U
Leonie-Regyers-Terrasse
44137 Dortmund

Fotocredit: Christian Stecher / HMKV

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