Schätze der Archäologie Vietnams

Sonderausstellung Vietnam: In die Geschichte eines Landes eintauchen, das über 10.000 Kilometer entfernt ist – das können Sie hier! Es werden kunstvoll gestaltete Schätze aus einer Kultur, die sich sehr von unserer unterscheidet, zum ersten mal in Deutschland präsentiert. Ein umfassendes Angebot an Exponaten aus UNESCO-Weltkulturerbe-Stätten bietet einen fabelhaften Einblick in die Geschichte Vietnams.


[ruhr-guide] Vom 7. Oktober bis zum 26. Februar 2017 können Sie im Plakat zur Ausstellung Auf exotischer Zeitreise durch Vietnam, Foto: LWLLWL-Museum für Archäologie in Herne die Sonderausstellung „Schätze der Archäologie Vietnams“ besuchen. Nach 9 Jahren Vorbereitungszeit findet man hier mehr als 400 Objekte, die Dank der guten Beziehung zwischen Vietnam und Deutschland den langen Weg nach Europa endlich gefunden haben. Zum allerersten Mal kann man hier die Nationalschätze des doch so fernen Landes bestaunen. Der Küstenstaat in Südostasien bietet einiges an Kultur und Geschichte – das zeigt auch die Ausstellung! Mehr als zehn Jahrtausende werden hier behandelt. Es wurden keine Kosten und Mühen gescheut um eine beeindruckende und möglichst realistische „Landschaft“ zu errichten.

Tigerhöhlen, Bootsgräber und Tempelstädte

Um ein besonders beeindruckendes Erlebnis zu ermöglichen, wurden einige der Objekte speziell für diese Ausstellung ausgegraben oder angefertigt. Hier werden Schätze präsentiert, die innerhalb der letzten 60 Jahre bei Expeditionen aufgefunden wurden. Die Veranstalter der Ausstellung möchten den Besuchern ein möglichst realitätsgetreues Bild vermitteln, so dass sie sich bei dem Aufbau am Grundriss eines vietnamesischen Tempels orientiert haben. Tempelnachbau, Foto:LWL/BinhEinige Ausgrabungen sind so besonders, dass sich das Museum die Unterschrift des vietnamesischen Premierministers einholen musste. Andernfalls hätten sie nicht nach Deutschland gebracht werden dürfen.

Zu Beginn werden Exponate der Expedition einer Tigerhöhle aus der Steinzeit vorgestellt. Hier kann man die ältesten Stücke begutachten. Die Ausstellung ist der Zeit nach angelegt, so dass im weiteren Verlauf über 2.000 Jahre alte Funde aus dem Bootsgrab von Viet Khe aus der Dong Son-Kultur und der acht Meter hohe, nachgebaute Tempel der Tempelstadt My Son zu bewundern sind. Einen weiteren Blickfang bietet die Palastanlage „Thang Long“. Um so eine große Ausstellung auf die Beine zu stellen, werden natürlich einige Materialien benötigt. Vor allem die Nachbildung des Po Klong Garai-Tempels beansprucht 100 Quadratmeter bemalte Fläche und 1,2 Tonnen Gewicht – also ein wirklich beeindruckendes Gebilde.

Trommeln – der Stolz der Vietnamesen

Die traditionellen vietnamesischen Musikinstrumente aus Bronze sind wichtiger Bestandteil der Ausstellung. Mit diversen Verzierungen geschmückt, waren sie schon in der Bronzetrommel, Foto: LWL/BinhBronzezeit echte Kunstwerke. Sogar die größte Trommel aus Vietnam hat es nach Herne geschafft. Oft wurden Gegenstände aus Bronze, wie zum Beispiel Gefäße, Schmuck, Waffen und Instrumente den Toten mit ins Grab gelegt. So auch die Dong Son Trommeln. Die geweihten Instrumente wurden häufig mit ihrem verstorbenen Besitzer begraben.

Man kann sich die Ausstellung natürlich in aller Ruhe und auf eigene Faust anschauen. Es besteht aber auch die Möglichkeit, Führungen beizuwohnen oder wissenschaftliche Vorträge und Kreativseminare zu besuchen. Egal für was Sie sich entscheiden, Ihnen wird sich eine ganz besondere Kultur offenbaren.

Schätze der Archäologie Vietnams

LWL-Museum für Archäologie in Herne
7. Oktober 2016 bis 26. Februar 2017
Europaplatz 1
44623 Herne

Öffnungszeiten:
Donnerstg: 09:00–19:00
Freitag: 09:00–17:00
Samstag: 11:00–18:00
Sonntag: 11:00–18:00
Montag: Geschlossen
Dienstag: 09:00–17:00
Mittwoch: 09:00–17:00
Telefon: 02323 946280

Fotocredit:
Foto 1: LWL
Foto 2: LWL/Burgemeister
Foto 3: LWL/Binh

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