Mit dem Schlieker-Haus möchte Claudia Schlieker-Buckup an das
künstlerische Schaffen ihres Vaters erinnern. Im Hintergrund sieht man ein Selbstportrait des Malers " title=

Schlieker-Haus in Bochum

Schlieker-Haus erinnert an bedeutenden Maler des deutschen Informel. Zum 1. Todestag von Hans-Jürgen („Hänner“) Schlieker eröffnet die Familie des Malers Atelierräume in Bochum-Querenburg für die Öffentlichkeit – Museum und Galerie.

Bochum, im März 2005. In Erinnerung an Hans-Jürgen („Hänner“) Schlieker, den bedeutenden Maler des deutschen Mit dem Schlieker-Haus möchte Claudia Schlieker-Buckup an das
künstlerische Schaffen ihres Vaters erinnern. Im Hintergrund sieht man ein Selbstportrait des Malers " title=Informel, öffnet ab Samstag, 12. März 2005, ab 12.00 Uhr das Schlieker-Haus in Bochum-Querenburg seine Pforten. Fast
55 Jahre lebte und arbeitete Hans-Jürgen Schlieker in dem alten Bergmannskotten am Paracelsusweg in Bochum-Querenburg. In Museen, öffentlichen Gebäuden, in Kirchen und Sammlungen hat er in dieser Zeit seine
künstlerischen Spuren hinterlassen. Ein Jahr nach seinem Tod am 12. März 2004 macht Claudia Schlieker-Buckup, die Tochter des Künstlers, nun die Atelierräume Schliekers und sein umfangreiches Werk der Öffentlichkeit zugänglich.

Ort der Begegnung und der Lehre
Im neuen Schlieker-Haus werden Bilder der frühen sechziger Jahre und späte Werke gezeigt, die bisher noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen waren. In Zukunft werden dort regelmäßig Ausstellungen das Schaffen des Künstlers
beleuchten. Aber auch andere Künstler werden ihre Werke zeigen können. In diesem Sinne soll das Haus wie ein Museum, aber auch wie eine Galerie funktionieren. Claudia Schlieker-Buckup, Initiatorin des Projekts: „Wir
möchten das Werk meines Vaters an diesem authentischen Ort erhalten, präsentieren und verbreiten. Hier arbeitete er seit 1964. Sein Atelier war ein Ort der Begegnung, des Gespräches, aber auch der Lehre. Diese Lebendigkeit möchten wir wiederbeleben.“

Porträt und Vermächtnis
Geist und Wirken Schliekers lässt ein filmisches Porträt lebendig werden, das der Filmemacher Christoph Böll unter dem Titel „Hänner-Schlieker-Projekt“ produzierte. Böll begleitete Schlieker während seiner letzten Lebensjahre. „Die Zusammenarbeit mit Christoph Böll beim
Filmen ermöglichte meinem Vater mit seinen 78 Jahren einen sehr lebendigen Rückblick auf sein Leben und Werk zu machen. Viele Momente seines Lebens, aber auch vergessene Arbeiten, kamen wieder zum Vorschein. Es war eine sehr
wichtige Zusammenarbeit an seinem Lebensabend,“ unterstreicht die Tochter des Künstlers. Diese zehn Filme wirken wie ein Vermächtnis des Bochumer Malers. Das Werk „Hänner Schlieker, Maler“ von Christoph Böll wird
regelmäßig im Schlieker-Haus gezeigt werden.

Ab 21. März kann das Schlieker-Haus nach Anmeldung besucht werden.

(Susanne Schübel)

Foto Stefan Kuhn/press image

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