Ruhrtriennale 2022

Das Ruhrgebiet hat sehr viel Kunst und Kultur zu bieten – das nächste Event steht vor der Tür! Die Ruhrtriennale 2022 beginnt am 11. August und verspricht viel Unterschiedliches, denn das Programm ist umfangreich und bietet neben klassischen Aufführungen auch neue und ungewöhnliche Erlebnisse.

Ausschnitt aus der Performance "Respublika" von Łukasz Twarkowski u.a.; einige Personen bei rotem Licht Foto: Andrej Vasilenko [ruhr-guide] Vom 11. August bis 18. September gibt es wieder jede Menge Kunst und Kultur vor den außergewöhnlichen Kulissen der Industriearchitektur des Ruhrgebiets. Mehr als 500 Kunstschaffende aus über 30 Ländern treten in Bochum, Essen, Duisburg und Gladbeck auf. Behandelt werden gegenwärtige Themen, die gesellschaftlich relevant sind. Außerdem geht es um die Kraft des Perspektivenwechsels, um Wandel, Entgrenzung und Vielstimmingkeit, Begegnung und Austausch. Dafür stehen auch die Formen, in denen die Themen erforscht werden: Neben Musiktheater, Schauspiel, Tanz, Konzerten und Performances gibt es Veranstaltungen wie Installationen, Audiowalks und Dialoge. Viele Projekte sind Hybride aus verschiedenen Genres und bieten für jeden Geschmack etwas.

Das Programm

Insgesamt sind es in diesem Jahr 107 Veranstaltungen, darunter fünf Uraufführungen und fünf deutsche Erstaufführungen.Ligia Lewis aus der Tanzvorführung "A Plot/A Scandal" Foto: Rachel Israela Scheidt Das Programm beinhaltet unter anderem Schauspielklassiker wie „Das weite Land“ von Arthur Schnitzler, das hier von der Intendantin Barbara Frey inszeniert wird. Außerdem gibt es komplexe Performance-Installationen wie „Respublika“ des polnischen Regisseurs Łukasz Twarkowski, der neue Formen des Zusammenlebens erforscht hat und die Besucher:innen diese selbst erfahren lässt, wenn sie sich sechs Stunden lang frei im Raum – mit Tanzfläche, Bar und Sauna – bewegen und Teil einer Gemeinschaft werden. Das komplette Programm kann online abgerufen werden unter www.ruhrtriennale.de/de/programm.

Innenansicht von Halle 1 der Jahrhunderthalle Bochum, die mit ihrem Industriecharakter eine der Spielorte der Ruhrtriennale ist Foto: Jörg Brüggemann

Weitere Attraktionen

Für das junge Publikum hat die Ruhrtriennale einiges zu bieten: Die Junge Triennale sorgt für ein Vermittlungs- und Begleitprogramm, das sich Schulen zu Nutze machen können, und das Programm „TEENS IN THE HOUSE II“ lädt Jugendliche ab 16 Jahren vom 04. bis 11. September zu Workshops, Vorstellungsbesuchen und vielem mehr ein. Studierende verschiedener Disziplinen von Hochschulen aus Deutschland, Dänemark, Irland, Kroatien, Norwegen, Polen und der Schweiz können sich wie in den Jahren zuvor auf dem Festivalcampus treffen. An drei Wochenenden ist er Teil des Festivals. Außerdem gibt es drei Initiativen, die junge Menschen unterstützen, sich journalistisch mit dem Theater auseinanderzusetzen. Einmal ist dies der Ruhrbühnen-Blog; außerdem die Initiative kritik-gestalten, die von professionellen Theaterkritiker:innen geführt wird. Dazu kommt eine Zusammenarbeit mit terzwerk Dortmund der TU Dortmund unter der Leitung von Prof. Dr. Holger Noltze.

Im diesjährigen Festivalkatalog gibt es auf über 240 Seiten ergänzendes Material zum Programm. Bilder und Texte, wie die Fotostrecke des Berliner Künstlers Mischa Leinkauf mit seinem Blick auf das Ruhrgebiet und die damit verschränkten Gedichte „Blackouts“ der Duisburger Dichterin Lütfiye Güzel. Ein weiterer Teil des Magazins versammelt 17 Gespräche, Interviews und Essays aus Kunst, Programmgestaltung, Dramaturgie und Wissenschaft. Der Katalog ist als PDF www.ruhrtriennale.de/de/festivalkatalog sowie als Print-Version während des Festivals kostenfrei erhältlich.

Besonderes in diesem Jahr

Da es sich um das 20-jährige Jubiläum der Ruhrtriennale handelt, gibt es viele online-Angebote wie zum Beispiel Podcasts, Konzertmitschnitte und Einführungen zu Produktionen. Auf der Website der Ruhrtriennale gibt es außerdem eine Festivalbibliothek. Hier finden sich Beiträge über die rund um die Ruhrtriennale 2021 und 2022 sowie vertiefende Essays, Porträts zu den Künstler:innen und Gespräche. Dazu stellen einige Künstler:innen der Veranstaltungen Bücher vor, die sie geprägt und ihnen geholfen haben. Die Partner:innen der Ruhrtriennale übernehmen Ticketpatenschaften für geflüchtete Menschen und das Programm ist auch auf Englisch und Ukrainisch verfügbar. Mehr Informationen hierzu unter www.ruhrtriennale.de/de/news/ticketpatenschaften-fur-gefluchtete-menschen. Weiterhin gibt es sieben Projekte mit freiem Eintritt, die es mehr Menschen ermöglichen, an der diesjährigen Ruhrtriennale teilzuhaben und etwas von der internationalen oder regionalen Kulturszene mitzunehmen – oder sich einfach unterhalten zu lassen!

Ruhrtriennale 2022

11. August bis 18. September

Spielorte
Bochum: Jahrhunderthalle Bochum, Turbinenhalle an der Jahrhunderthalle, STÜH33
Duisburg: Landschaftspark Duisburg-Nord
Essen: UNESCO Welterbe Zollverein - Salzlager, PACT Zollverein, UNESCO Welterbe Zollverein - Halle 5, Maschinenhaus Essen
Gladbeck: Maschinenhalle Zweckel, Gladbeck

Tickets
je nach Veranstaltung
Ermäßigungen: 50% für Schüler:innen, Auszubildende, Studierende sowie Bundesfreiwilligendienstleistende und Erwerbslose
Projekte mit freiem Eintritt:
-„THE HUDDLE“ Katja Aufleger / Installation / ab 13.08.
-„4. Halbzeit“ Wermke/Leinkauf / Installation / ab 17.08.
-TEENS IN THE HOUSE II Teilhabe-Projekt im Rahmen der Jungen Triennale / ab 04.09.
-Farewell Thomas Hojsa / Konzert / Festivalausklang / 18.09.
-„Wege“ / u.a. Audiowalks, literarische Durchsagen im öffentlichen Raum / während des gesamten Festivals / ab 12.08.
-Pappelwaldkantine an der Jahrhunderthalle Bochum / während des gesamten Festivals Festivalbibliothek an der Jahrhunderthalle Bochum / während des gesamten Festivals

Die Veranstaltenden weisen auf die aktuellen Hygienemaßnahmen hin, die hier eingesehen werden können:
www.ruhrtriennale.de/de/coronainformationen.

Weitere Informationen finden Sie hier:
www.ruhrtriennale.de.

Die Ruhrtriennale wird durch zahlreiche Institutionen gefördert, die hier aufgezählt sind: www.ruhrtriennale.de/de/partner-foerderer

Foto 1: Andrej Vasilenko
Foto 2: Rachel Israela Scheidt
Foto 3: Jörg Brüggemann