Gleich drei neue Ausstellungen ziehen in den Hirschland-Saal des Essener Museum Folkwang ein. Seit dem 12. November und bis zum 22. Januar 2012 sind „The Empty Cross. Expression und Religion in Werken einer Schweizer Privatsammlung“, „konkret/abstrakt. Fotografische Erwerbungen gefördert von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ und „Plakate für die Sammlung. Schenkungen an das Deutsche Plakat Museum“ am Rande Rüttenscheidts zu sehen. Drei völlig unterschiedliche Ausstellungen und Kunstgenres zum Preis von einem. Und eins haben sie doch alle gemeinsam: sie sind wahre Geschenke an das Museum und sein Besucher.
[ruhr-guide] Das Museum Folkwang in Essen ist wohl eines der aktivsten im ganzen Umkreis. Mindestens alle zwei Monate wird eine
neue Ausstellung begrüßt und attraktiv in den sonst kahlen weißen Galerieräumen präsentiert. So auch wieder im November 2011 geschehen. Mit „The Empty Cross. Expression und Religion in Werken einer Schweizer Privatsammlung“, „konkret/abstrakt. Fotografische Erwerbungen gefördert von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung“ und „Plakate für die Sammlung. Schenkungen an das Deutsche Plakat Museum“ halten gleich drei Ausstellungen Einzug in das Essener Museumsdomizil. Sie alle sind Schenkungen an das Museum selbst oder das Deutsche Plakat Museum, welches ebenfalls seinen Hauptsitz im Museum Folkwang hat.
Plakate für die Sammlung.
Warum verschenkt ein Sammler seine wertvollen Schätzchen? Eine Frage, die nicht allzu einfach zu beantworten ist. Mal kommt eine Erbschaft einer Museumssammlung zu Gute, mal auch eine Archivauflösung. Andererseits gibt es natürlich auch die privaten Sammler, die sich um ihren kostbaren Bestand sorgen und diesen gerne für die Zukunft in guten Händen wissen wollen. Und wer etwas verschenkt, erwartet im Gegenzug keine Bezahlung, sondern eher eine Wertschätzung, die auch sie jenen Plakaten, Druckgrafiken, Gemälden oder Fotografien entgegen gebracht haben. Somit ist das Museum Folkwang ein durchaus perfekter Ort für all diese kleinen Schätze.
Das Deutsche Plakat Museum kann durch all jene Institutionen und Privatpersonen einen Sammlungsumfang von rund 12.500 Plakaten
aus den Jahren von 1910 bis heute bezeugen. Eine beachtliche Anzahl. Nun wurden 60 Plakatraritäten aus der Sammlung auserwählt und noch bis zum 22. Januar 2012 im Hirschland-Saal gezeigt. Von kunterbunt bis schwarz-weiß, von sehr Typographie-lastig bis hin zu abstrakten Formen wird ein Querschnitt sowohl durchs Ruhrgebiet – und besonders Essen – als auch durch die Jahrzehnte von 1910 angefangen geschlagen. Es gibt Messeplakate, Werbegrafiken und Konzertankündigungen in Übergröße. Wirklich bemerkenswert interessant, was in den verschiedensten Privatsammlungen schlummerte. Anekdoten zu Faltkanten, die von einer Schmuggelaktion des Plakates zeugen, machen die Präsentation wohl noch interessanter.
konkret/abstrakt.
Ganz anders hingegen ist die Auswahl der Sammlung für Ausstellung „konkret/abstrakt. Fotografische Erwerbungen gefördert von Alfried 
August Sander zum Beispiel portraitierte realistisch und naturgetreu seine Zeitepoche und Mitmenschen. Kategorien und ganze 46 Mappen 
The Empty Cross.
Zum Schluss gelangt man in die letzten Ausstellungsräume mit dem Titel „The Empty Cross. Expression und Religion in Werken einer Schweizer
Bei dieser Ausstellung fällt die Mal- oder Drucktechnik keineswegs ins Gewicht. Es wird viel mehr Wert auf den Ausdruck jener Werke gelegt. 
Unser Tipp: Einen kleinen Ausflug ins Museum Folkwang machen und sich einfach von allen drei Ausstellungen beeindrucken, überzeugen oder einfach auf sich wirken lassen.
Museum Folkwang
12. November und bis zum 22. Januar 2012
– The Empty Cross. Expression und Religion in Werken einer Schweizer Privatsammlung
-konkret/abstrakt. Fotografische Erwerbungen gefördert von Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung
-Plakate für die Sammlung. Schenkungen an das Deutsche Plakat Museum
(anna-lisa konrad)
Fotos: Museum Folkwang





