Es war ein langer Weg für Ska aus Jamaika über England bis nach Münster, dem Geburtsort von Richard Jung alias Dr. Ring Ding. Die tanzbar-zackige Stilrichtung entstand Anfang der 60er in der Karibik als Reaktion auf den immer beliebter werdenden Rock & Roll, mit dem die Jamaikaner selbst nicht so viel anfangen konnten. Und bis heute bietet Ska ein abwechslungsreiches Kontrastprogramm. Seit Kurzem gibt es ein weiteres Ska-Machwerk auf dem Markt. Dr. Ring Ding überraschte Ende März die Szene-Fans mit „Bingo Bongo“, der Titel verrät gerade genug um die Neugier zu wecken.
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Neues Machwerk vom Szene-Veteran
Auch Dr. Ring Ding hat schon einen langen Weg hinter sich. Als Teil jener dritten Welle ist er schon seit Mitte der 80er Jahre unterwegs und hat bei diversen Projekten mitgearbeitet und eine große Anzahl von Platten aufgenommen. Mit seinen Dr. Ring Ding & The Senior Allstars machte er bis 2002 von sich reden, danach folgten einige Soloalben und Kooperationen mit anderen Ska-Größen. Seit mittlerweile zwei Jahren ist er auch festes Mitglied der Busters, der wohl bekanntesten deutschen Ska-Band, die auch schon fast dreißig Jahre auf dem Buckel hat, was ihn aber nicht davon abgehalten hat, das Album „Bingo Bongo“ mit seiner international besetzten, neunköpfigen Ska-Vaganza zu kreieren, welches seit dem 27. März 2015 in den Plattenläden erhältlich ist. Bleibt die Frage: Wie angestaubt klingt das neue Machwerk des Szene-Veteranen?
Und da überrascht „Bingo Bongo“ ab dem ersten Ton: Es klingt frisch und nach 
Fazit:
Und so macht „Bingo Bongo“ wirklich allumfassend gute Laune, Anspieltipps sind die auffällig ausgefeilten Stücke ohne Gesang wie „Gun Bae“ und „The Way Of Mercy“ oder das freche „When You’re Drunk“, in dem es darum geht, dass sie eben nur anruft, wenn sie – Sie ahnen es, lieber Leser – betrunken ist. „Bingo Bongo“ ist eine CD für Genre-Kenner, die sich an einem modern klingenden Old School Sound erfreuen wollen, es ist aber auch eine tolle Einstiegsplatte für all jene, die bisher noch nicht so viel von Ska gehört haben. Dr. Ring Ding und seine Kumpanen liefern einen guten Überblick, bleiben dabei jedoch stets unterhaltsam.
Fotos: 2015 Pork Pie





