Crys Cole © Victoria Wai

Blaues Rauschen 2024 – Das Elektro-Festival

Das Elektro-Festival „Blaues Rauschen“ meldet sich zurück. Mit eindrucksvoller Musik und Performances, die man so schnell nicht vergessen wird. Ein Muss für alle Elektromusik-Fans. Das Festival zieht auch dieses Jahr wieder durch das halbe Ruhrgebiet. Die Städte Essen, Dortmund, Bochum, Gelsenkirchen und Herne werden sich in den nächsten Wochen in den Mittelpunkt der Musikszene verwandeln.

Crys Cole 
© Victoria Wai

[ruhr-guide] Vom 24. Mai bis zum 08. Juni findet an den verschiedenen Standorten in Essen, Dortmund, Bochum, Herne, Gelsenkirchen und sogar in Witten das digitale Experiment „Blaues Rauschen“ statt. Im Programm sind Konzerte, Performances, sowie Installationen von bekannten Soundkünstlern und Newcomern. Tickets sind online auf der „Blaues Rauschen“-Website erhältlich.
„In Bochum fokussiert sich das Festival auf die Hörpraxis des ‚Deep Listening‘, der Fähigkeit, die Beziehung von Klängen – ob natürlich oder technisch, bewusst oder unbewusst, real, erinnert oder imaginär – auf verschiedenen Ebenen miteinander zu verknüpfen“, sagt Dietmar Dieckmann, Beigeordneter für Bildung, Integration, Kultur und Sport Bochums. 
Die Klangreise beginnt in Essen am 24. Mai in der Szene 10. In Herne findet das „Blaue Rauschen“-Festival am 28. Mai in den Flottmann-Hallen und am darauffolgenden Tag im Tresor West in Dortmund statt. Gelsenkirchen und Bochum stoßen am 4. und 5. Juni dazu; in Witten wird das Festival im Raum-Cafe und Saalbau am 7. Juni an den Start gehen. Den Abschluss bildet das Programm am 8. Juni im ADA (Grillo-Theater) in Essen.

Das Elektro-Festival im Ruhrgebiet

Künstler und Künstlerinnen, wie unter anderem Katarina Gryvul/Alex Guevara, Hatis Noit, Amma Ateria, Fausto Mercier, Jia Liu und Markus Mehr werden mit ihren Auftritten in Herne und Dortmund die Wände zum Vibrieren bringen. In Essen tritt bereits an den ersten Tagen des Festivals eine große Anzahl talentierter Künstler auf: Martyna Basta, die um 20 Uhr das Festival eröffnet; anschließend Lau Nua, Codie, Kris Kuldkepp, Mia Zabelka, Gida Labus und viele mehr. In Witten sind unter anderem Klaus Obermaier mit „The body talks, the face screams, the visuals sound and the voice cracksund“ sowie Tujiko Noriko und Joji Koyama mit „Crépuscule“ zu Gast.
Lau Nau legt ihren Fokus auf ihr Album „5×4“, in dem sie sich mit Krebstieren, Zooplankton und der sich verändernden Umwelt der Ostsee beschäftigt. Hydrophon-Wasser-Sounds treffen dabei auf Stimmaufnahmen und Field Recordings. Kris Kuldkepp bietet eine postindustrielle Sound-Welt mit verschobenen Tropen des Solo-Kontrabasses. Mia Zabelka macht chemische und strukturellen Prozesse für den Audiobereich wahrnehmbar, während Gida Labus Sounds auf organisch verschmutzten elektronischen Feldern kreiert. Klaus Obermaier schafft eine immersive Umgebung, indem er eine Interaktion zwischen Klang, Gesten, Stimme und Visuals erzeugt. Lange Zeit schon forscht er zum menschlichen Körper als Schnittstelle zwischen dem Realen und dem Virtuellen. Computergrafiken, Physiksimulationen sowie Gesten oder Klänge und Geräusche der elektronischen Soundscapes sind sein wichtiges Wergzeug.
Mit diesen Performances werden sie in eine neue Welt des Klanges entführt, mit Geräuschen und Eindrücken die einen verzaubern werden.

Marja Ahti
© Alex inglizian

Blaues Rauschen in Bochum

In der Quartiershalle und im Schlegel Kultur Club können sich die Gäste auf besondere Highlights am siebten Festivaltag freuen: der Lecture and Talk „Machine Listening and Human Listening“ mit Medienwissenschaftler Mace Ojala und Komponistin Marja Ahti am 5. Juni um 15 Uhr ist der spannenden Frage gewidmet, was Computer und Maschinen in ihrer Umgebung hören, wenn sie beispielsweise für Sprachassistenz genutzt werden – quasi maschinelles Zuhören.
Ab 20 Uhr steht mit crys cole, Marja Ahti und Nokuit die Kunst des Zuhörens im Vordergrund. Cris Cole aus Kanada lädt mit einer minimalistischen Ausstattung an Instrumenten die Zuschauer auf eine Reise in surreale und sinnliche Klangräume ein. Die schwedisch-finnische Künstlerin Maria Ahti Ahti arbeitet mit Synthesizern, bis die Klänge zu kommunizieren beginnen. Wellen von sich langsam verzerrender Harmonien und mutierender Texturen kennzeichnen ihr Set. Nokuit schließt das Programm um 21.30 Uhr mit seiner neuen Show, in der er sich mit Psychologischen als auch dem Soziopolitischen auseinandersetzt.


Blaues Rauschen

24. Mai bis 08. Juni 2024
Infos unter
www1.wdr.de/mediathek/audio

www.blauesrauschen.de

Foto 1: Victoria Wai
Foto 2: Alex inglizian

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