Der neue Foto-Reiseführer „Fotografieren im Ruhrgebiet“ führt an der Ruhr entlang und macht Halt an den schönsten Orten des Potts. Hier wird der ambitionierte Hobbyfotograf und interessierte Ruhrgebiets-Entdecker angesprochen. Dazu gibt es noch unverzichtbare Tipps vom Profi, Thomas Pflaum, welche die Suche nach dem perfekten Foto erleichtern soll.
[ruhr-guide] Thomas Pflaum, der Autor von „Fotografieren im Ruhrgebiet“ 
Tipps für die besten Foto-Motive
Neben den reichlichen Aufnahmen von Natur, Sehenswürdigkeiten oder anderen Gebäuden stehen auch Menschen im Fokus des Fotografen. Pflaum nimmt verschiedene Bergmänner als Motive für seine Aufnahmen im Ruhrgebiet. Er fotografiert sie beim Arbeiten in ihrer Arbeitskleidung, allein oder als Gruppe, stellt mal den Hintergrund, wie den Zug im Unter-Tage-Bahnhof, mal ein verschmutztes Gesicht oder Hände in den Vordergrund. Geschichten werden erzählt, die die Sehenswürdigkeiten beschreiben und ihre Entstehung und Veränderungen wiedergeben. Zu jedem Motiv werden natürlich die Kameradaten, Blende und Verschlussszeit angegeben und der Leser erhält wertvolle Belichtungs-Tipps. Dazu gibt es noch weitere Reise-Tipps für den Leser. Zum einen für den gewünschten Reiseort und zum anderen für die geplanten Fotografien. Pflaum gibt den interessierten Leser Tipps oder warnt vor möglichen Problemen, die beim Fotografieren des gewünschten Motivs entstehen könnten und hilft durch Lösungsvorschläge, wie man die passende Position erwischt oder wie das Licht am besten wirkt.
Man kann annehmen, dass das Fotografieren auf dem roten Teppich zu einer großen Herausforderung werden kann, wenn man versucht die Prominenten von ihrer besten Seite zu erwischen und dabei mit dem engen Raum und der Hektik zu kämpfen hat. So taucht dann auch mal der mitfotografierende Kollege vor einem selbst auf dem Foto auf, doch für Thomas Pflaum stellt das kein Problem dar. Im Gegenteil: Er ist der Meinung, dass vor allem solche scheinbar ungewollten Bildmotive die gewünschte Atmosphäre auslösen können wie beispielsweise der Enge und des Trubels unter den Besuchern und Fotografen. Außerdem werden die genauen Adressen der Orte sowie die Haltestellen für Bus- und Bahnfahrer genannt und die Kilometer-Angaben für Fußgänger.
Fazit:
Der Verlag Galileo Press nennt sich von nun an Rheinwerk, doch die abwechslungsreichen Motive im Industriegebiet bleiben natürlich gleich. Der Leser von „Fotografieren im Ruhrgebiet“ bekommt einen Überblick, der von dem Deutschen Bergbau-Museum in Bochum bis hin zu dem Gasometer in Oberhausen reicht. Man sieht den Pott so wie er ist, bei Tag und Nacht, nichts wird retuschiert oder weggelassen. So kann sogar ein normaler Kiosk in den Mittelpunkt von Pflaums Fotografien geraten, kurz bevor es Abend wird und die Lichter der Trinkhallen anfangen bunt zu leuchten. Eben das ist die Besonderheit und das Geheimnis des Ruhrgebiets. Das Ruhrgebiet braucht keinen Strand und kein Meer, um Touristen anzulocken, sondern die Veränderungen machen es aus, die von Jahr zu Jahr den Menschen neue Geschichten erzählen. „Das Ruhrgebiet issn Schatz.“ – bringt Juli auf HeimatPOTTential es auf den Punkt.
Fotografieren im Ruhrgebiet
Autor Thomas Pflaum
Verlag: Rheinwerk
379 Seiten, 2015, gebunden, in Farbe
ISBN 978-3-8362-2805-3
29,90 Euro
Cover: Rheinwerk





