Wer kennt nicht die großflächigen Schlossparkanlagen oder Grünflächen alter Grafschaften im Ruhrgebiet? Jedoch auch die öffentlichen Stadtparks im Revier? Und die Schrebergärten nicht zu vergessen?
„Gärten zwischen Realität und Traum“. So beginnt das Vorwort von „Zwischen Kappes und Zypressen – Gartenkunst an Emscher und Ruhr“, einem literarischem Werk, dass die historische Gartenkunst vom Anfang des 19. Jahrhunderts bis heute dokumentiert und präsentiert.
[ruhr-guide] „Zwischen Kappes und Zypressen – Gartenkunst an Emscher und Ruhr“ gleicht mit vielen historischen
Spuren der Zeit
Garten ist nicht gleich Garten, sondern vielmehr eine Kunst an sich. Es wird ein beeindruckender Einblick verliehen, in wie weit architektonische Grundkonzepte und die Auswahl der richtigen Bepflanzung die Wirkung des Ruhrgebiets beeinflusst haben und es noch immer tun.
Damals mit prunkvollen und verschnörkelten Gärten und Bauten begonnen, findet man heutzutage eher kleinere und beschaulichere Schrebergärten. Diese wurden zu damaligen Zeiten kaum als Schauplätze sozialen Standes genutzt als vielmehr für eigene landwirtschaftliche Zwecke.
Heute jedoch nutzt ein echter „Ruhrpottler“ seinen Schrebergarten als Freizeit- und Erholungsort. Auch die damaligen Grafschaften und Schlösser treten ab dem 20. Jahrhundert mehr und mehr als Spazier- und Entspannungsgebiete in Augenschein.
Die Industrialisierung hinterließ über all diese Zeiten ihre Spuren, welche man auch heute noch in manch
„Zwischen Kappes und Zypressen – Gartenkunst an Emscher und Ruhr“ versucht einen ineinander übergreifenden Bezug der Gegenwart und der Vergangenheit sowohl der Gartenkunst als auch der allgemeinen bildenden Kunst herzustellen.
Mit vielen Gemälden unterlegt, auch von namentlichen Künstlern wie Emil Nolde und Christian Rohlfs, bietet „Zwischen Kappes und Zypressen – Gartenkunst an Emscher und Ruhr“ auch noch einen prägnanten Einblick in die damalige Gesellschaft des Ruhrgebiets und den Zeitwandel durch die Jahrzehnte. Den aktuellen Bezug historischer Kontexte untermalen großformatige Fotografien von Ira Hellenthal und Martina Oldengott aus den letzten beiden Jahren.
Fazit:
Lohnenswert ist das 232-seitige Buch besonders für Freunde und Verfechter des Garten- und Landschaftsbaus, aufgrund
(ak)
Fotoquelle: Klartext Verlagsgesellschaft mbH





