Feuerwerk in der Dortmunder Westfalenhalle, Dunkelheit und dichte Atmosphäre – eine Rocklegende tritt ab.
Nach dem Erscheinen ihres letzten Albums „Sting in the Tail“ machten sich die Scorpions im März auf den Weg zu ihrer großen Abschiedswelttournee, die bis 2012 andauern wird und etwa 200 Konzerte umfasst. Nun erreichten sie auch Dortmund und rockten die Westfalenhalle auf historische Weise.
[ruhr-guide] Schon am 24. Januar dieses Jahres stand es fest: Die Hardrock-Legende „Scorpions“ wird 
Bereits die Vorband „Edguy“ überzeugte mit lautem metallischen Sound, wobei die Stimme des Sängers Tobias Sammet ein wenig an Bruce Dickinson von Iron Maiden erinnerte.
Als dann Paweł Mąciwoda (Bass), Rudolf Schenker (Gitarre), Klaus Meine (Sänger), Matthias Jabs (Gitarre) und James Kottak (Schlagzeug) die Bühne betraten, war die Stimmung unter den Fans, die teilweise schon Stunden vor dem Konzert in der eisigen Kälte auf die besten Plätze geharrt hatten, gut vorgeheizt.
Auch Rockstars haben große Gefühle
Was dann folgte, war ein Feuerwerk aus Hardrock, Balladen, LED-Show 
Die emotionale Geladenheit auf beiden Seiten war an diesem Abend unübersehbar. Als Klaus Meine die ins Publikum ragende Bühne betritt, um „The Best is Yet to Come“ anzustimmen, recken sich in der gesamten Halle Hände in die Luft. Das Licht erlischt und die Gitarren verstummen, als er das Mikrofon in Richtung der Fans hält und diese den Refrain überraschend laut tausendfach zurückgeben. Sichtlich berührt stimmt die Band die Zeilen wieder und wieder an; mehr Gefühl geht nicht.
Ein feierlicher Abgang
Gegen Ende folgt noch eine kleine Danksagung an die Fans 
Landesflaggen, Briefe und sogar ein Stofftier finden den Weg auf die Bühne, als die allerletzte Zugabe verklingt. Wer ein Pleck oder einen Drumstick fangen konnte, ist heute der glücklichste Mensch des Abends. Denn es sind Andenken an eine Band, die Geschichte geschrieben hat und es bald so nicht mehr geben wird – Fare Well, Scorpions!
(sarah bauer)
Bildquelle: Alexander Kursawe





