Größer, schneller, weiter – Die Transformers gehen – erstmals in 3D – in die dritte Runde: Mit einer bis dato verschollen geglaubten Technologie wollen die bösen Decepticons die Herrschaft über die Erde gewinnen. Gut, dass den Menschen die wohlgesonnenen Autobots um ihren Anführer Optimus Prime zur Seite stehen, um die drohende Gefahr abzuwenden. „Transformers 3“ zündet ein brachiales Special Effects-Feuerwerk und zeigt sich als actionreichster Film der gesamten Trilogie. „Paramount Home Entertainment“ bringt den Blockbuster ab November in den Handel. Der Streifen erscheint in unterschiedlichen Formaten: Blu-ray und DVD stehen seit dem 3.11. in den Regalen, im Dezember folgte die dreidimensionale Version als 3D-Blu-ray.
[ruhr-guide] Seit Michael Bay („The Rock – Fels der Entscheidung“) 2007
das auf einer beliebten Spielzeugreihe basierende „Transformers“- Franchise verfilmte, tobt der klassische Kampf zwischen Gut und Böse erfolgreich auf den großen Leinwänden. 2009 folgte die Fortsetzung, im Sommer diesen Jahres schließlich der dritte Teil. Im Zentrum der Streifen stehen die Transformers, eine in zwei Parteien geteilte außerirdische Roboterrasse. Die „bösen“ Decepticons bekämpfen die „guten“ Autobots. Beide können sich in allerlei technische Spielzeuge, vor allem aber in Autos oder Flugzeuge verwandeln. Nachdem im erbitterten Krieg der Transformers-Heimatplanet Cybertron zerstört wurde, gelangten die Kontrahenten zur Erde. Seit dem wird der blaue Planet immer wieder zum Austragungsort wilder Kämpfe, in denen Menschen und Autobots Seite an Seite kämpfen, um die Invasionspläne der Decepticons zu vereiteln. Während die Autobots eine friedliche Koexistenz mit den Menschen anstreben, wollen die Decepticons die alleinige Herrschaft und die Versklavung der Menschheit.
Düstere Aussichten für die Menschen
Als die Amerikaner 1969 zum Mond flogen, standen nicht nur wissenschaftliche Forschungen im Vordergrund. Vielmehr sollte ein abgestürztes fremdes Raumschiff untersucht werden. Mehr als vierzig Jahre später entdecken die Autobots um Anführer Optimus Prime ihren früheren, bis jetzt verschollenen Anführer Sentinel Prime in den Trümmen des Schiffes. Dass die Decepticons einen finsteren Plan schmieden, der ihren Heimatplaneten Cybertron wiederbeleben soll und dabei sowohl Erde als auch Menschheit untergehen würden, trübt die Wiedervereinigung der alten Weggefährten. Zusammen treten sie den erbitterten Feinden entgegen, doch diese ziehen ein Ass aus dem Ärmel, mit dem niemand gerechnet hat …
Bekannte Gesichter plus ein Debüt
Neben den eigentlichen Stars der Trilogie, den spektakulären Transformers,
Optisch hui, inhaltlich pfui
Leider wird auf Story-Ebene zu wenig geboten, die Figuren haben kaum größere Bedeutung. Unverkennbar liegt der Fokus auf den optischen Schauwerten, die zweifelsfrei hervorragend gelungen sind. Bei einer Laufzeit von 154 Minuten darf jedoch durchaus etwas mehr Inhalt erwartet werden, als das Team um Regisseur Michael Bay und Autor Ehren Kruger („Scream 3“) bietet. Auch wenn im Bereich des Popcornkinos grundsätzlich die Unterhaltung an erster Stelle steht, ist die plot-Ebene keine unwichtige. Nicht nur die schablonenhaften Charaktere, auch verwirrende Erzählstrukturen erschweren bisweilen den Zugang. Die am Filmbeginn angestrebte Verstrickung von Mondlandung und Tschernobyl-Katastrophe ist eine gute Idee, leider versinkt diese Kreativität im weiteren Verlauf im Actiongetöse. Die optischen Kriterien hinterlassen hingegen einen ganz anderen Einsruck: Die Special Effects sind erster Güte. Sowohl das Design der Transformers als auch die zahlreichen Actionsequenzen überzeugen auf ganzer Linie, was die inhaltlichen Versäumnisse zumindest etwas auffängt.
Technisch hervorragende Blu-ray
Die Blu-ray-Version des Films kommt als sogenanntes „Triple Play“-Paket 
Auch im Soundbereich kann sich die blaue Scheibe sehen lassen: Der deutsche Ton im Format Dolby Digital 5.1 bringt jede Sourroundanlge auf Trapp. Wer die englische Originalfassung bevorzugt, bekommt neben der noch besseren Tonspur (Dolby TrueHD 7.1) auch bekannte Sprecher zu hören: Während Megatron von Hugo Weaving („Der Herr der Ringe“, „Matrix“) gesprochen wird, verleiht Star Trek-Urgestein Mr. Spock Leonard Nimoy Sentinel Prime seine Stimme. Egal welche Sprachfassung gewählt wird, der Film ist vor allem etwas fürs Auge. Neben den famosen Actionsequenzen sind die Special Effects das visuelle Highlight. Ein Wermutstropfen sind die fehlenden Extras. Filmfans gucken hier in die sprichwörtliche Röhre und müssen sich ausschließlich mit den Hauptfilm begnügen. Insgesamt bleibt festzuhalten, dass Story und Schauspiel hinten anstehen müssen. Dies kennt man bereits von den beiden ersten Teilen, doch auch ohne die Regeln des Mainstreamkinos zu missachten, wäre hier mehr möglich gewesen. Technisch ist „Transformers 3“ absolut auf der Höhe seiner Zeit und begeistert – was die Blu-ray erfreulich gut umsetzt.
(mo)
Fotocredit: Paramount Home Entertainment





