Es ist wieder Zeit für Film-Nachschub von unseren französischen Nachbarn. Bond-Girl Sophie Marceau („Die Welt ist nicht genug“) steht zusammen mit Monica Bellucci („Brothers Grimm“, „Matrix 2&3“) vor der Kamera und beweist in dem waschechten Mystery-Thriller „Don’t look back – Schatten der Vergangenheit“, dass spannender Filmgenuss nicht immer aus Hollywood kommen muss. Der Silberling ist seit dem 14. Oktober im Handel erhältlich.
[ruhr-guide] In „Don’t look back – Schatten der Vergangenheit“ treffen zwei Superstars des europäischen Kinos
Persönlichkeitsstörung?
Die Schriftstellerin Jeanne (Sophie Marceau) will nach ihren erfolgreichen Biografien einen autobiografischen Roman auf den Weg bringen. Doch nicht nur der Verleger schluckt aufgrund der Geschichte, in der Jeanne ihre Jugend besprechen will. Die Arbeit an dem Werk bringt nämlich tief Verborgenes, das nun in Wallung gerät. Eigentlich hat Jeanne nämlich Schwierigkeiten, ihre frühen Lebensjahre zu rekapitulieren. Ein traumatisches Ereignis hat tiefe Kerben auf ihrer Seere hinterlassen. Nun beginnt für sie der Aufarbeitungsprozess, mit dem eine vehemente Persönlichkeitsveränderung vor sich geht. Bald erschrickt die hübsche Frau beim Blick in den Spiegel.
Spannender Beginn
Regisseurin Marina de Van gelingt eine spannende Einführung, gleich erweckt sie Interesse für die Hauptfigur, deren verstörende Erkenntnis, dass plötzlich alles anders ist, den Zuschauer ebenso hart trifft wie sie selbst. Was ist da bloss los? Nicht nur einmal kommt dem rätselnden Publikum diese Frage in den Sinn und als sich die wie immer makellos anzusehende Sophie Marceau selbst nicht mehr wiederkennt und langsam die Präsenz von Monica Bellucci überhand gewinnt, weiss niemand mehr so genau, was mit dieser Jeanne los ist. Leider gelingt dem Film nicht der zeitnahe Absprung aus dem Expose, welches infolgedessen zu umfangreich wirkt. Als schließlich die Aufarbeitung einsetzt und Jeanne beginnt, ihre Nachforschungen anzustreben, kommt die verwirrende Geschichte ganz ordentlich in Fahrt. Da Figuren ihre Persönlichkeit wechseln, wird ein heilloses Durcheinander ausgelöst. Dies gefällt auf der einen Seite als Spannungswerkzeug und unterstreicht den besonderen Charakter dieses Psycho-Mystery-Thrillers. Leider wirkt das Geschehen jedoch auch verwirrend auf den
(mo)
Bildquelle: EuroVideo Bildprogramm GmbH





